Erfolgreiches Abschneiden des Laufer Mastersschwimmers bei den Europameisterschaften
In der Slowakei und Österreich fanden die diesjährigen Europameisterschaften der Masters im Schwimmen statt. Nachdem der Französische Schwimmverband die Meisterschaften in Paris abgesagt hatte, seit 2018 starteten die Mastersschwimmer jeweils nach den Aktiven, sprangen Bratislava (Kunstschwimmen), Graz (Wasserspringen) und Samorin (Becken- und Freiwasserschwimmen ) ein.
Im Sportkomplex x-bionic sphere der Stadt Samorin, einem Olympiastützpunkt der Slowakei, organisierte der Europäische Schwimmverband European Aquatics die Schwimmwettbewerbe. Ca. 2400 Teilnehmer aus ganz Europa starteten bei den Wettkämpfen, die sich über eine Woche hinwegzogen. Leider wurden diese Meisterschaften wiederholt zur Generierung von finanziellen Einnahmen organisiert, so dass durch die relativ schwachen Pflichtzeiten eine Vielzahl von Meldungen einging. So erbrachten die etwa 500 männlichen Teilnehmer, die allein über 50m Freistil an den Start gingen, Einnahmen von ca. 50.000 € (Registrierung und Meldegebühr). Damit bot das Wettkampfbecken mit zehn 50m-Bahnen eine stark frequentierte Kulisse.
Nach den Deutschen Meisterschaften als eigentlichen Saisonhöhepunkt hatte Peter Müller, Mastersschwimmer der Schwimmgemeinschaft Lauf, noch einmal eine gesteigerte Trainingsarbeit an den Tag gelegt. Vermehrt Einheiten mit dem Zugseil und fast tägliches Wassertraining sollten zu einer Verbesserung der Saisonbestzeiten führen. Dies gelang dem Laufer Sportler in der AK 65 – 69 Jahre nur teilweise, oft fehlten ihm ein paar Hundertstelsekunden, um neue Bestzeiten zu erreichen.
Eine deutliche Verbesserung gelang dem Schwimmer der SG Lauf über 100m Schmetterling. Hier steigerte er seine Saisonbestzeit um fast vier Sekunden auf 1:27,31 min. und erreichte als beste Platzierung den 5. Rang. Als schnellster deutscher Schwimmer in der AK 65 legte Müller die 50m Schmetterling in 0:33,51 min. zurück, dies bedeutete den 8. Platz.
Im spektakulären Endlauf über 100m Freistil belegte der Laufer Schwimmsenior als zweitschnellster Deutscher den 9. Platz in 1:08,47 min., hier siegte der Schwede Andres Haglund mit einem neuen Europarekord, Zweiter wurde Claus Swatosch von FC Nürnberg mit neuem Deutschen Rekord.
Ebenfalls hinter dem Nürnberger Swatosch und als zweitbester deutscher Schwimmer erzielte Müller einen 7. Platz auf seiner Lieblingsstrecke, den 200m Freistil, in 2:34,43 min. Leider orientierte sich der inzwischen pensionierte Schulleiter in diesem Rennen zu sehr an vermeintlich schnellere Gegner und konnte dann die zu langsame Anfangszeit nicht mehr aufholen.
Etwas abgeschlagen landete der Laufer Schwimmer über 50m Freistil in 0:30,96 min. auf dem 22. Rang. Hier machte sich doch das fehlende Sprinttraining bemerkbar.
Im Rückblick auf die vergangene Saison mit zwei Bayerischen Titeln, drei Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften und Platzierungen unter den besten Zehn bei den Europameisterschaften zeigt sich der Laufer Mastersschwimmer doch zufrieden, ging er auch als ältester Jahrgang der AK 65 – 69 an den Start. Im kommenden Jahr stehen dann als Saisonhöhepunkt die Weltmeisterschaften in Budapest auf dem Programm.




